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Start Presse Georg Pape ohne Schuhsohle König

Georg Pape ohne Schuhsohle König

Das war schon ein ungewöhnliches Vogelschießen, das den Zuschauern gestern Morgen in Fretter geboten wurde. Königsanwärter stiegen aus und andere dafür ein, eine Schuhsohle wurde abgeschnitten und die besondere Taktik von Christoph Lütke Brinkhaus, die Königswürde endlich in sein Hause zu holen, ging auch in diesem Jahr nicht auf.
Das war schon ein ungewöhnliches Vogelschießen, das den Zuschauern gestern Morgen in Fretter geboten wurde. Königsanwärter stiegen aus und andere dafür ein, eine Schuhsohle wurde abgeschnitten und die besondere Taktik von Christoph Lütke Brinkhaus, die Königswürde endlich in sein Hause zu holen, ging auch in diesem Jahr nicht auf.

Doch der Reihe nach. Bei bestem Wetter waren mit Andre Hellweg, Oliver Funke, Alexander Börger, Simon Brögger, Georg Pape, Christoph Lütke Brinkhaus und Sohn Christopher Lütke Brinkhaus waren zahlreiche ernsthafte Bewerber am Gewehr. Und da Christoph Lütke Brinkhaus seit Jahren immer den vorletzten Schuss hatte, ging in diesem Jahr sein Sohn Christopher nach ihm ans Gewehr. „Nach der Serie der letzten Jahre müsste er ihn bekommen. Dann haben wir den Königstitel schon mal im Haus“, so die spezielle Familientaktik.
Zunächst aber galt das Augenmerk den Insignien. Hier holte der scheidende König Ralf Deitenberg mit seinem Ehrenschuss das Zepter, Christopher Lütke Brinkhaus den Apfel und Vater Christoph Lütke Brinkhaus die Krone. Dann galt es den Vogel ernsthaft zu zerlegen. Das gelang hervorragend.
Dann aber stiegen Alexander Börger und Simon Brögger aus und eine Runde später auch Oliver Funke. Dafür kam mit dem 73. Schuss Bernhard Neuhäuser dazu. Er hatte auch in den vergangenen Jahren schon um den Königstitel gekämpft und die Taktik hieß, später einsteigen und dann alles klar machen. Mit einem ganz anderen Problem kämpfte Brudermeister Georg Pape. Ihn verließ seine Schuhsohle. Doch zum Schuhwechsel blieb keine Zeit, so dass der Major und zweite Vorsitzende Thomas Reuter kurzerhand zum Taschenmesser griff und die Sohle abschnitt.
Ab da ging Georg Pape mit „leichtem Schuhwerk“ und legte auf dem Vogel an. Ob es am abgeworfenen Ballast lag oder daran, dass er schnell neue Schuhe haben wollte, mit dem 96. Schuss fegte er den Kugelfang leer und war somit neuer König von Fretter. Zu den ersten Gratulanten gehörte Ehefrau und Königin Beate. Außerdem freuten sich auch die beiden Kinder Katharina (30) und Lena (28), sowie Enkelkind Jakob (1).
Der 52-jährige Diplom-Ingenieur ist nicht nur Brudermeister der Schützenbruderschaft Fretter, er spielt auch in seiner Freizeit gern Doppelkopf und fährt Mountainbike. Schon am Samstagabend stand Georg Pape im Mittelpunkt der Ehrungen. Er bekam für 20 Jahre Vorstandstätigkeit den Orden für besondere Verdienste um das Schützenwesen. Die Arbeit von Oliver Kappen wurde mit dem Orden für Verdienste um das Schützenwesen geehrt. Außerdem wurde Hugo Spreemann geehrt. Er ist seit 1934 und damit 80 Jahre Mitglied der Schützenbruderschaft St. Matthias. Der 98 Jährige nahm die Auszeichnung im Rahmen des Konzertes am Samstagabend entgegen.

Quelle: derwesten.de